Lebensfreunde: Das Geheimnis lebenslanger Freundschaft

In Zeiten wo Jobs, Wohnorte oder Partnerschaften öfter wechseln, werden langjährige Freundschaften immer wichtiger. Freundschaften geben Halt und dauern meist länger, als Arbeitsplätze oder Partnerschaften. Oft gibt es Freundschaften, die zu Lebensfreunden werden: Freunde für ein ganzes Leben. Wer erinnert sich nicht gerne an seine Jugendfreunde, zu denen man immer wieder Kontakt aufnimmt, auch wenn man sie lange nicht gesehen hat? Ein Treffen fühlt sich fast so an, als wäre man nie auseinander gegangen.

Zu nichts scheint die Natur den Menschen mehr bestimmt zu haben denn zu einem gesellschaftlichen Wesen, wusste schon der französische Philosoph Montaigne. Bereits in der Antike kam der Freundschaft eine hohe Bedeutung zu. Aristoteles definiert Freundschaft als Aufgeschlossenheit und Verbindlichkeit, die Mitte zwischen aufdringlicher Gefallsucht und berechnender Schmeichelei. Motive zur Freundschaft waren für ihn das Gute, das Nützliche und das Angenehme.

In der Nacht ist der Mensch nicht gerne allein, weiß der Schlager zu singen. Aber tagsüber auch nicht. Daher strebt er nach Freundschaft und Geselligkeit. Die ersten Freunde behält man lange in Erinnerung und oft ist der Beginn einer Freundschaft von Zufälligkeiten geprägt. Es ist die räumliche Nähe zum Nachbarn, der Sitznachbar in der Schule oder der Kollege am Arbeitsplatz, der zum Lebensfreund wird.

Für Montaigne ist die Freundschaft nicht rational zu fassen und wird durch eine unbegreifliche, unwiderstehliche Macht hervorgebracht. Bei der Freundschaft umfasse uns eine alles durchdringende dabei gleichmäßige und wohlige Wärme, beständig und mild, ganz Innigkeit und stiller Glanz. In der Freundschaft gebe es kein Geschäft und keinen Handel, sie beschäftigt sich ausschließlich mit sich selbst.

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Freundschaft und Liebe

Freundschaft steht immer im Spannungsfeld zu Liebe und Sex. Wurde in früheren Zeiten zeitweilig die Freundschaft noch über die Liebe gestellt, gilt heute oft die Unvereinbarkeit von Freundschaft und Liebe. In der berühmten Filmszene aus „Harry und Sally“, wird sogar behauptet, dass Freundschaft zwischen Männer und Frauen nicht möglich ist, es kommt immer der Sex dazwischen.

Vielleicht trifft dies aber nur für die Freundschaft in jungen Jahren zu. Im Alter ist die Freundschaft zwischen den Geschlechtern freier. Da kann man auf Plattformen wie Lebensfreunde.de neue Freundschaften auch zwischen den Geschlechtern finden.

Im Werk von Thomas Bernhard nimmt die Bedeutung des Lebensmenschen, des Lebensfreundes eine hohe Bedeutung ein. Für ihn gibt es sogenannte Lebensfreunde und Lebensmenschen, die das Leben bestimmen und die einen begleiten und gegen die Einsamkeit schützen. In seinem Freundschaftsroman „Wittgensteins Neffen“ wird es so beschrieben:

„Aber in Wahrheit wäre ich auch ohne den Paul in diesen Tagen und Wochen und Monaten auf der Baumgartnerhöhe nicht allein gewesen, denn ich hatte ja meinen Lebensmenschen, den nach dem Tod meines Großvaters entscheidenden für mich in Wien, meine Lebensfreundin, der ich nicht nur viel, sondern, offen gesagt, seit dem Augenblick, in welchem sie vor über dreißig Jahren an meiner Seite aufgetaucht ist, mehr oder weniger alles verdanke. […] Die Eingeweihten wissen, was alles sich hinter diesem Wort Lebensmensch verbirgt, von und aus welchem ich über dreißig Jahre meine Kraft und immer wieder mein Überleben bezogen habe, aus nichts sonst, das ist die Wahrheit.“ (Thomas Bernhard: Wittgensteins Neffe – Eine Freundschaft)

Und heute? Die Freundschaften sind immer noch wichtig, gerade in der Zeit, wo viele Menschen global unterwegs sind, Orte und das Zuhause wechseln. Und auch im Alter sind viele noch bereit für neue Freundschaften, wenn andere Lebensabschnitte schon in die Ferne gerückt sind. Da nehmen einige einen neuen Anlauf, um ihren Lebensfreund zu finden.

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